Frauenwerk Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Ich wünsche ein gutes Neues Jahr mit Kraft
für alle Herausforderungen,
mit dem Blick für Wesentliches,
mit innerer Ruhe,
um besondere Momente wahrzunehmen,
mit Geduld, die eingeschränkte Zeit durchzustehen.
 
Möge Gott mit auf  allen Weg sein.
 
Herzlich grüßt
Pastorin Maren Schlotfeldt 
aus dem Frauenwerk im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Wort zum Heiligen Abend  24.12.2020

Stimmung am Heiligen Abend

 

Auf einer Stimmungsskala von 1 bis 10 – wo würden Sie sich einordnen, wenn Sie an den Heiligen Abend in diesem Jahr denken. Bei 4, weil nur in einem kleinen Kreis gefeiert werden kann und Oma und Opa auf keinen Fall gefährdet werden sollen? Bei 1, weil Sie wegen der Ansteckungsgefahr alleine den Heiligen Abend verbringen? Bei 6, weil es zumindest eine kurze Zeit möglich ist, auszuruhen nach dem übermenschlichen Einsatz in der Pflege oder als Kassiererin? Bei 7, weil Sie es sich auch in einem kleinen Kreis gemütlich machen können? Bei 2, weil Sie sich sorgen um ihren Arbeitsplatz?

 

Die Stimmung der Hirten auf den Feldern in der biblischen Weihnachtsgeschichte war eher düster. Sie hatten zum Leben nur das Nötigste und lebten am Rand der Gesellschaft. „Fürchtet euch nicht! Denn euch ist heute der Heiland geboren“ (Lukas 2, 10.11) hören sie plötzlich die Botschaft in der Nacht, in der Jesus geboren wird. Sollte etwa Gott in ihr Leben kommen und ihnen in ihrer Unsicherheit Halt und Hoffnung geben? Um dieser Sehnsucht nachzugehen, machen Sie sich auf den Weg. Sie finden ein neugeborenes Kind. Sie erinnern sich an alte Verheißungen: Gott hat versprochen, einen Gesandten auf die Erde zu schicken, damit die Menschen Gott in ihrer Nähe haben. Gott hat als Stellvertreter für sich ein Kind in die Welt kommen lassen, weil mit einem neuen Leben ein Neuanfang und neue Hoffnung verbunden sind. Das spüren die Hirten. Sie erleben als Neuanfang, dass sie als „kleine Leute“ die ersten sind, die das Jesuskind sehen, noch vor den drei Weisen. Sie kehren in ihren harten Alltag zurück, aber fühlen sich von Gott wichtig genommen und spüren, dass Gott in allem Mühseligen nahe ist.

 

 „Wie die Hirten sich mitten im Leben anrühren lassen vom Klang der Ewigkeit", heißt es in einem Gedicht von Pierre Stutz. Wäre es nicht für das eigene Leben lohnend, einer Sehnsucht nach Halt nachzugehen und sich mit etwas Höherem, das stärker ist als die eigenen Kräfte, zu verbinden? Wäre es nicht verlockend, sich wie die Hirten, auf den Weg zu machen, um zu schauen, ob das alte Versprechen von Gott auch für einen  persönlich gilt. Ob Gott auch im eigenen Leben wirken will und in der Nähe ist in allen Ängsten und Sorgen, in Trauer und Einsamkeit, in der Überlastung und auch in einer Gemeinschaft und in aller Gemütlichkeit? Vielleicht kann ein im Internet angebotener Gottesdienst helfen, um auf den Weg zu Gott zu finden. „Wie die Hirten sich zwischen Vertrauen und Zukunftsangst Sternstunden schenken lassen“  (Pierre Stutz) Könnte sich mit diesem Geschenk die Stimmungsskala für den Heiligen Abend um ein oder zwei Punkte erhöhen?

 

Pastorin Maren Schlotfeldt, Frauenwerk im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Ein anderer Sommer

„Es war ein anderer Sommer. Es war ein anderes Jahr. Kopfüber, seltsam, nichts wie es war.“ Ein Lied von der Band „Silbermond“ beschreibt wie anders dieser Sommer war für uns alle, die wir unter den Bedingungen der Corona-Pandemie leben und arbeiten mussten.

 

Für mich persönlich war dieser Sommer auch ein anderer, weil ich längere Zeit erkrankt war. Während meiner Abwesenheit ruhte die Arbeit im Frauenwerk einige Monate.  Nun bin ich wieder einsatzbereit und freue mich auf  Begegnung, Austausch, Gottesdienste, Pilgerwege, Gespräche über Glaubens- und Lebensfragen und Aktionen zu gesellschaftspolitischen Themen. Leider werden die Möglichkeiten, sich persönlich zu treffen, noch weiterhin eingeschränkt bleiben. Daher werden wir digital neue Wege der Begegnung  gehen. „Ich lehn mich in die Zukunft. Bin dankbar dass ich dich hab“ heißt es an anderer Stelle in dem Lied. Die besten Möglichkeiten finden, um einander zu stärken, zu ermutigen und gemeinsam etwas zu bewegen, dafür werden der Beirat des Frauenwerks und ich weiter engagiert sein.

 

Gottes Segen begleite uns alle.

 

Herzliche Grüße vom Beirat und von Pastorin Maren Schlotfeldt 

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